Biographie
Der Dezember 2020 war eine besonders schwierige Zeit im Leben von Nikolaj Prochorow: Er verlor seine Mutter, und zehn Tage später wurde sein Haus durchsucht. In seiner Jugend träumte Nikolai von einer gerechten Welt und glaubte an die Ideale des Kommunismus, von denen er bald desillusioniert wurde, aber später dank der Bibel eine feste Hoffnung für die Zukunft fand. Paradoxerweise war es gerade wegen seiner Liebe zur Heiligen Schrift, dass der Gläubige untersucht wurde.
Nikolai wurde im März 1964 im Dorf Morschan im Bezirk Kirsanovsky der Region Tambow in eine einfache Arbeiterfamilie geboren. 1985 schloss er die Schule für Luftverteidigung des Höheren Flugabwehrkommandos Nische Nowgorod ab und trat in die Armee ein. Er diente in der Region Moskau und im hohen Norden. 1993 kündigte er seinen Job und zog nach Sewastopol, wo er ein Geschäft aufnahm.
Im Jahr 2000 lernte Nikolay seine zukünftige Frau Jelena kennen, die in einem Atelier arbeitete. 2005 zogen sie nach Kirsanow, um sich um Nikolays Mutter zu kümmern, und 2008 heirateten sie, nachdem sie die biblischen Normen bezüglich der Ehe kennengelernt hatten. "Ich begann, die Bibel zu studieren, wegen des Verhaltens der Zeugen Jehovas, das sich sehr von dem unterschied, was ich zuvor erlebt hatte. Ich erkannte, dass ich die Wahrheit gefunden hatte", sagt Nikolai. Seit 2008 ist er ein engagierter Christ.
Das Paar zog zwei Kinder groß: den Sohn Vasiliy und die Tochter Alyona, die bereits getrennt leben. Die Tochter arbeitet in einem Webdesign-Studio, der Sohn studiert. Nikolay liebt Schwimmen und Kräuterzubereitungen, Jelena liebt es zu kochen. Außerdem reisen die Ehepartner mit Vergnügen und schauen sich Biathlon-Wettkämpfe an.
Wegen des Strafverfahrens verlor Nikolai seinen Job, und die Familie blieb ohne Haupteinkommen zurück. Der Mann arbeitete 16 Jahre lang beim Unternehmen Kirsanov Electric Networks, von wo er am nächsten Tag nach der Suche entlassen wurde. Kollegen fragen sich, warum ein friedlicher, verantwortungsbewusster Mitarbeiter nur wegen seiner Verurteilungen der Organisation extremistischer Aktivitäten beschuldigt wird. Auch Nikolays Verwandte sind empört über die ungerechtfertigten Anschuldigungen gegen ihn.
