Biographie
Robert Ishberdin wurde 1979 in Sibay, Baschkirien, geboren. Er hat zwei jüngere Schwestern. Ihr Vater arbeitete den Großteil seines Lebens als Baggerfahrer in einem Steinbruch, und ihre Mutter war Leiterin eines Kindergartens. Jetzt sind ihre Eltern im Ruhestand.
Als Kind interessierte sich Robert für Naturwissenschaften – er nahm an Schulwettbewerben in Chemie und Biologie teil, gewann Preise und erhielt Auszeichnungen. Er züchtete Kaninchen und mochte auch die Fotografie. Er liebte Skifahren und war schon in jungen Jahren aktiv bei Schulveranstaltungen.
Nach der Schule schloss er sein Studium an der Wirtschaftsfakultät der Baschkirischen Staatlichen Universität in Sibay ab. Robert arbeitete als Spezialist für Personalplanung und Berater für Buchhaltungssoftware. In letzter Zeit arbeitet er als Landschaftsgärtner.
Robert interessierte sich 1996, als er in der 11. Klasse war, für die Bibel. Er war tief berührt von der Aussage der Bibel, dass "die ganze Welt in der Macht des Bösen [Satan]" ist, was ihm half, die Gründe für das, was in der Welt geschah, zu verstehen. Der junge Mann war besonders beeindruckt von Gottes Versprechen, das ökologische Gleichgewicht auf der Erde wiederherzustellen. 1999 wurde er als einer der Zeugen Jehovas getauft.
Im Jahr 2002 beschloss das Militärregistrierungs- und Einberufungsamt, Robert zum Militärdienst einzuberufen. Geleitet von seinen Überzeugungen weigerte er sich jedoch, eine militärische Ausbildung zu absolvieren. Nach langwierigen Gerichtsverfahren erhielt er das Recht auf einen alternativen zivilen Dienst, als dieser in Russland eingeführt wurde. Er vollendete sie in einem Pflegeheim für ältere Menschen und Behinderte in der Region Moskau.
Im Laufe der Jahre lebte Robert in Baschkortostan; in den Regionen Moskau, Twer und Orenburg. Und 2015 zog er nach Naberezhnye Chelny, Republik Tatarstan, um näher bei seinen Eltern und anderen Verwandten in Baschkirien zu sein.
2019 heiratete Robert Olga, die seine Werte teilt. Sie arbeitet als Kindermädchen und Haushälterin. Das Paar ist kreativ. In ihrer Freizeit mag Olga Rattanflechten, Schmuck, Makramé und Stricken. Sie interessiert sich auch für Psychologie. Robert schreibt gerne Gedichte. Gemeinsam sind sie gerne draußen – spazieren im Kiefernwald in der Nähe ihres Hauses, reisen und raften auf den Flüssen von Baschkirien. Sie besuchen oft ihre Eltern und helfen ihnen bei der Arbeit im Haushalt. Außerdem lernen Robert und Olga Gebärdensprache, um mit gehörlosen Menschen zu kommunizieren.
Robert sagte, dass sich ihr Leben nach der Suche verändert habe: "Reisen und andere Träume müssen vorerst warten. Eine Zeit nach der Suche fühlten wir uns ängstlich und deprimiert, und gewöhnliche Dinge wurden sehr schwierig." Dennoch hat das Paar seine positive Einstellung nicht verloren und bewahrt den inneren Frieden.
