Massendurchsuchungen in Kemerowo; Ein Gläubiger wird in ein Untersuchungshaft gebracht
Gebiet KemerowoAm 20. Mai 2026 fanden in Kemerowo Durchsuchungen und Vernehmungen statt, bei denen 17 Gläubige betroffen waren. Kirill Tarasov, 27, wurde festgenommen und in ein Untersuchungshaft gebracht. Die Polizei betrat seine Wohnung, indem sie mit einem Hammer ein Fenster einschlugen.
Am 14. Mai wurde ein Strafverfahren gegen Tarasov eröffnet. Der leitende Ermittler des Untersuchungsausschusses für den Zentralbezirk Kemerowo, E. V. Jakowtsewa, verdächtigt ihn, die Aktivitäten einer extremistischen Organisation organisiert zu haben (Teil 1, Artikel 282.2 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation).
Gegen 6:15 Uhr morgens wachte Kirills Frau, Anastasiya, vom Geräusch von zerbrechendem Glas auf. In diesem Moment war Kirill im Badezimmer. Als er herauskam, befahlen die Beamten ihm, sich auf den Boden zu legen. Der Gläubige schnitt sich an den Splittern; Sie halfen ihm sofort auf und verband die Wunde. Ansonsten verlief die Suche ruhig, und die Beamten verhielten sich höflich.
Am selben Tag kamen auch Offiziere zu Kirills Mutter, Galina Tarasova. Der Stress ließ ihren Blutdruck in die Höhe schnellen. Galina und Anastasiya wurden im Untersuchungsausschuss verhört. Letztere ist als Zeugin im Fall gegen ihren Ehemann aufgeführt, daher durfte sie nicht an der Anhörung über seine Vorprozessbeschränkung teilnehmen.
Frauen im Alter von 79, 78 und 74 Jahren wurden ebenfalls durchsucht. Bei einer von ihnen stieg ihr Blutdruck wegen Stress auf 200/107, doch sie wurde trotzdem zum Verhör gebracht – wie die anderen – obwohl sie ihren Blutdruck messen und ihre Medikamente einnehmen durfte.
Unter den Betroffenen waren Familien mit minderjährigen Kindern. In einem Fall nahmen Polizeibeamte das Telefon und den Computer eines Mädchens weg, das zu Hause unterrichtet wird. In einem anderen erschreckten die Aktionen der Beamten ein Kind. Laut den Eltern hatte der Junge während der gesamten Suche Angst, aus dem Bett zu kommen, und versteckte sich unter einer Decke. Das Kind hat eine Herzerkrankung und häufige Kopfschmerzen.
Auch das Paar Bondarchuk wurde durchsucht und verhört. Aleksandr wurde zuvor wegen seines Glaubens verurteilt.
Während der Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten elektronische Geräte, Bibeln in verschiedenen Übersetzungen, persönliche Notizen, Grußkarten und Fotos.
Zuvor standen 20 Zeugen Jehovas in der Region Kemerowo wegen ihres Glaubens strafrechtlich verfolgt.

